hier werde ich in unregelmäßigen Abständen verschiedene Gedichte aus meinen Büchern vorstellen.
Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!
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Kaffeetrinker
Es sitzen Menschenmassen täglich vor Kaffeetassen. Sie trinken schwarz ihn und auch hell, sie trinken langsam oder schnell, mit Zucker und auch ohne die aufgebrühte Bohne! Ein jeder Kaffeetrinker weiß: Der Kaffee schmeckt nur, wenn er heiß! Doch sind, als Eiskaffee genossen, auch dafür viele aufgeschlossen. Kaffee regt an und man wird heiter, auf jeden Fall trinkt man gern weiter! Doch können manche, die wir trafen, als Folge davon nachts nicht schlafen! So ist es auch beim Kaffee gut, wenn man nicht übertreiben tut!
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Der schlaue Goldfisch
Es war einmal ein Goldfisch, der schwamm im Aquarium umher. Dort war es eng und unbequem, für ihn bestimmt nicht angenehm! Drum schubbert er an dessen Wänden das Gold sich weg an allen Enden. Als unser Zierfischexemplar dann hässlich, grau und farblos war, wurde, weil völlig abgewetzt, draußen im Teich es ausgesetzt! Doch hier bewegt es unverdrossen und fröhlich alle seine Flossen, und freut sich der gelung'nen List, und dass es nun in Freiheit ist! Hat auch bald ziemlich zugenommen und wieder etwas Gold bekommen! Man sieht: Wer schön ist, der muss leiden, doch lässt sich dieses auch vermeiden! |
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Wenn ich mich in dem Spiegel schau, dann denk ich: Huch, bin ich die Frau? So grau und all die vielen Falten, na ja, sonst aber noch ganz gut erhalten! Ich kann die Miss-Wahl nicht erringen, auch keinen hohen Berg bezwingen, und Fallschirm-Springen keines Falles, aber sonst kann ich noch alles! Ich klettere auf keinen Baum, auch Drachen-Fliegen sicher kaum, ich kann das Surfen nicht erlernen, mich auch nicht mehr so weit entfernen, sicher nicht so weit wie Dallas, aber sonst kann ich noch alles! auch nicht auf Kamelen reiten, Fußballspielen, Wasserski mach im Leben ich wohl nie, Bungee-Jumping auch mitnichten, darauf kann ich leicht verzichten, - aber dafür kann ich dichten! Lass die anderen doch schwitzen und an ihren Muskeln schnitzen, ich tu's ihnen gerne gönnen, all das will ich gar nicht können! Doch im Falle eines Falles, kann ich wirklich (beinah) alles!
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Zur Volkshochschule geht Herr Knoll, weil er den Kopf trainieren soll. Französisch hat er ausgesucht, denn Leichteres war ausgebucht. Es zählt zu seinem Repertoire bereits "bon jour" und auch "bon
soir". "Merci" beherrscht er auch schon fließend, doch "s'il vous plait" tut ihn verdrießen, das findet er doch ziemlich schwer, wieso heißt das denn "bitte sehr"? Und "aujourd'hui" bedeutet "heute", was sind Franzosen bloß für Leute! Auch wenn er nicht begreift den Sinn, geht er doch pflichtbewusst dort hin, und kriegt dann schließlich mit der Zeit so 'ne gewisse Fertigkeit. Doch langt's noch immer nicht bei weitem damit Gespräche zu bestreiten. Und fragt wer: "Parlez – vous francais"? dann sagt er vorsichtshalber: "Nä!"
Beim Friseur Regelmäßig in Etappen muss man sich die Haare kappen. Selber Schnippeln bringt Malheur, deshalb geht man zum Friseur. Manche schreckt das ungeheuer, denn die Sache ist meist teuer. Auf dem Stuhle unverwandt, Aug' in Auge mit dem Spiegel sitzt man starrend festgebannt, oben sperrt ein Wachstuchriegel jeden Zugang mit der Hand. Und der Meister schneidet achtlos an des Kopfes Rundung hin, und man fühlt sich völlig machtlos; jetzt ergreift er unser Kinn, dreht es ganz nach dem Belieben einmal her und einmal hin. Gott, jetzt kneift er gar am Ohre, was nicht grade nötig war, und man schwitzt aus jeder Pore um das Hörgerätepaar! Doch er nimmt sich nun in Acht, weil er sonst sich strafbar macht. Munter fließt sein Redefluss zum zweifelhaften Hochgenuss. Nun kann dort, wie oft im Leben, es auch kleine Pannen geben: Wie die Dame, die gesessen, viel zu lange, wie ich glaube, unter ihrer Trockenhaube, und es knistern ihre Locken, denn sie sind schon lange trocken. Als dann auch noch Rauch aufsteigt, scheint die Sache angezeigt, dass man schnellstens Hilfe holt eh' die Dame ganz verkohlt! Feuerwehr kann man vermeiden, der Friseur kann ihre Leiden noch mal grade selber lindern und das Schlimmste so verhindern. Mit 'nem kleinen Schmerzensgeld ist das später aus der Welt. Manchmal auch, sich zu verschönen, will man seine Haare tönen. Das Ergebnis aber dann sieht sich völlig anders an als erwartet, nämlich bläulich, und das ist natürlich gräulich! Dabei wollte man brünett und nicht bläulich – violett! Der Stylist ist selbst erstaunt und nicht mehr so gut gelaunt. Nun, der Meister, sehr behände, führt's dann noch zum guten Ende, schließlich geht man dann nach Haus und sieht so wie vorher aus. Zahlen muss man für den Quark ganze 84 Mark! Liest er dies, dann ohne Frage, krieg von ihm ich eine Klage, und die Innung ebenfalls hab ich wohl auf meinem Hals! Leute, macht mir keinen Terz, alles dieses war ein Scherz! |